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Geschichtsteil: Byzanz (Die Heimat Theophanus)

Jedermann denkt, das römische Reich wäre spätestens in den Wirren der Völkerwanderung untergegangen.

= Als Völkerwanderungszeit im engeren Sinne wird der Zeitraum von 375 (Hunneneinfall) bis 568 (Einfall der Langobarden in Norditalien) bezeichnet. Mit ihr endet die Spätantike bzw. die Römische Kaiserzeit, es beginnt das europäische Frühmittelalter.
(aus Wikipedia)

Das römische Reich ging aber nicht in der Völkerwanderungszeit unter, es bestand im Osten bis zur Eroberung von Konstantinopel im Jahre 1453 durch die Türken fort, bestand also im Wesentlichen die ganze Zeit des Mittelalters. Das kam, in Kürze geschildert, so:

Bereits im 2. Jh. u. Z. verlagerte sich der Schwerpunkt des römischen Reiches in die östliche Reichshälfte. Dies war durch Kriege an der Donau und im Nahen Osten bedingt, aber auch durch die wirtschaftlich stärkere Entwicklung von Kleinasien und Ägypten im Vergleich zu anderen Reichsteilen. Konsequent verlegte Kaiser Konstantin 330 seine Residenz deshalb in die strategisch günstig gelegene Stadt Byzantion (gr. Kolonie, um 700 v.u.Z. gegründet) am Bosporus. Diese neue Hauptstadt wurde durch Förderung und Aufwertung rasch Weltstadt, die Menschen nannten sie bald die Stadt Konstantins, Constantinopolis. Die eigentliche Stadt Rom verlor immer mehr an Einfluß und Gewicht.

Trotz Reichsteilungen und Wirren der Germaneneinfälle blieb Konstantinopel die Hauptstadt des Ostreiches, Kleinasien, zu dem der Nahe Osten, Ägypten und Libyen gehörten. Kaiser Justinian I. (regiert von 527 – 565) konnte das römische Reich von Byzanz aus erneuern. Der Westen des Reiches konnte aber auf Dauer nicht mehr gehalten werden, dazu gingen im Süden Nordafrika und der Nahe Osten ab 634 an die arabischen Eroberer im Namen des Islam verloren. Unter die Kontrolle der Araber gerieten auch die Heiligsten Stätten des Christentums in Palästina. Weitere Gebietsverluste brauchte im 7. Jh. der Einfall der Bulgaren auf dem Balkan und im 11. Jh. der Einfall der türkischen Seldschuken in Kleinasien. Den schwersten Schlag wurde aber Byzanz durch die Eroberung und Plünderung Konstantinopels im Jahre 1204 (4. Kreuzzug) versetzt. Eine Zeitlang herrschte in Byzanz ein lateinisches Kaisertum, bis die Byzantiner ihre Stadt und ihre Kerngebiete zurückgewinnen konnten. Ein Weltreich war Byzanz danach nicht mehr, aber immer noch eine blühende Kultur, bis die türkischen Osmanen Konstantinopel als Juwel ihrer Eroberungen angriffen und eroberten. Konstantinopel oder Istanbul war nun Hauptstadt eines neuen Weltreiches, das zu seinen Glanzzeiten über viele Gebiete des einstigen römischen Reiches herrschte und andere zu erobern trachtete.
weiterlesen in unserem Artikel Byzanz zur Zeiten Theophanus (mit Karte)

Inhalt:

Weblinks

Ausführliche Seite über Byzanz

Seite über das osmanische Reich

Quellen:

Geschichtslexikon : Kompaktwissen für Schüler und junge Erwachsene / Hrsg. H. Pleticha. - 3., aktual. Aufl. - Frankfurt/M. : Scriptor, 1992. - 448 S., Ill.
Lilie, Ralph-Johannes: Byzanz : Geschichte des oströmischen Reiches 326 - 1453 / Ralph-Johannes Lilie. - München : Beck, 1999. - 127 S.: Ill.

Bildquelle:

 Archäologie in Deuschland 4, 2004, S. 31, bearb. von der Bibinautika.

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